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70.000 Euro für eine kühlere Kita

Aus der NGZ vom 9. Juni 2018 (jasi)

Allerheiligen. Ein neues Stahl-Vordach soll die Temperaturen in der Kita Zauberhügel an der Horremer Straße senken. Im Sommer 2017 hatten Eltern und Mitarbeiter dort über „unerträgliche Zustände” geklagt.

Aufatmen in der Kita Zauberhügel: Die Stadt wird in der zweiten Jahreshälfte eine weitere Maßnahme umsetzen, um die Hitze in den Räumlichkeiten des zweigeschossigen Gebäudes zu einzudämmen.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten die Verantwortlichen der Einrichtung – inklusive Elternschaft und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Träger – über „unerträgliche Zustände” geklagt. Schließlich führt die Bauweise des Gebäudes – eine Stahl-Beton-Konstruktion mit großen Fenstern – und der fehlende Schattenschutz durch Bäume oder Nachbar-Bauwerke an heißen Tagen zu Hitzewallungen, unter denen Kinder und Kita-Mitarbeiter litten.

Bereits im Juli 2017 hatte die Stadt einen Teil der Glasflächen mit Sonnenschutzfolien versehen – nun stellten die Planer das weitere Vorgehen vor, mit dem sie dem Hitze-Problem Herr werden wollen: So wird der Fluchtbalkon vor den Gruppenräumen im Erdgeschoss um ein weiteres Stockwerk erweitert. Damit erhalten auch die Räume im Obergeschoss ein Vordach – also wertvollen Schatten. Die Arbeiten werden ab Montag, 18. Juni, durch eine Stahlbaufirma vorgenommen. „Zwei Wochen sollen die Arbeiten ungefähr dauern”, sagt Harald Härtel, Abteilungsleiter Neubau im Gebäudemanagement der Stadt Neuss.

Rund 70.000 Euro wird die Maßnahme die Stadt kosten. Da während der Arbeiten aus Sicherheitsgründen kein Betrieb an der Horremer Straße 40 in Allerheiligen stattfinden darf, zieht die Kita Zauberhügel in benachbarte Räumlichkeiten der Kita Holbeinstraße um.

Die Stadt hat in den Räumen den Kita sogenannte Datenlogger aufgestellt, um den Verlauf der Temperatur erfassen und auswerten zu können. So kann auch kontrolliert werden, in wieweit sich die bereits umgesetzten und die zukünftigen Maßnahmen positiv auswirken.

Bereits zu einem frühen Zeitpunkt hatte die AWO eigenständig auf das Problem reagiert und mehr als 20.000 Euro investiert, wie Geschäftsführer Bülent Öztas deutlich machte. Das Geld sei unter anderem für Pavillons und drei Großsonnenschirme ausgegeben worden. „Im Herbst wollen wir zudem mehrere Meter hohe Bäume im Gartenbereich pflanzen, die zusätzlichen Schatten spenden sollen”, kündigte Öztas jetzt an. Die Verantwortlichen hatten sich bewusst gegen die Installation einer Klimaanlage entschieden, nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern vor allem wegen der gesundheitlichen Risiken.